Vom Tiroler Kesselboden, einem idyllischen Seitental des Ursprungstales, südlich von Bayrischzell gelegen, hört man wenig. Im schon etwas älteren AV-Führer Bayrische Voralpen Ost von Zimmermann heißt es dazu sogar: "Das wohl einsamste Gebiet des ganzen Führers". Das trifft aber nur teilweise zu. Sicher, außer ein paar Mountainbikern, die aus der Klooaschau zum Brunnerköpfl hinüberradln (Tiroler Seite offiziell gesperrt für Radler), oder ein paar wenigen Spaziergängern, die vielleicht bis zur Bleieralm wandern, verirrt sich kaum jemand hierher. Offiziell führt ja auch kein Weg aus dem Talgrund hinaus, außer die vorher erwähnte lange Forststraße in die Klooaschau.
Donnerstag, 24. Oktober 2013
Montag, 7. Oktober 2013
Impressionen und Anmerkungen zum Pfunderer Höhenweg in Südtirol
Über den Pfunderer Höhenweg in den südlichen Zillertaler Alpen, unweit des Hochfeilers, ist schon viel geschrieben worden, deshalb beschränk' ich mich hier auf ein paar nützliche Punkte, auf die sonst nicht oder nur wenig eingegangen wird. Ein Freund und ich sind ihn dieses Jahr zur Hälfte von Sterzing bis zum Brenninger Biwak gegangen und ich kann ihn nur weiterempfehlen. In den Sommermonaten ist er wohl stärker frequentiert, wir teilten ihn Mitte September nur mit drei ladinischen Bergsteigern.
Sonntag, 30. Juni 2013
Rachelschlucht und Rachelburg (Aktualisiert: 04/16)
Oberhalb von Flintsbach im Inntal lag einst die Rachelburg. Von ihr ist
jedoch nicht mehr viel übrig geblieben. Daneben, etwas unterhalb, öffnet sich die
Rachelschlucht bis hinunter zum "Tunierplatz", oder "Burgau", einer ebenen Wiesenfläche
unweit des alten Bauernhauses "Wagner am Berg". Eine Karte befindet
sich am Ende des Beitrags. Das Gebiet eignet sich hervorragend als spannender Ausflug/ Wanderung mit Kindern, z.B. indem man über die Ruine Falkenstein aufsteigt, jedoch nicht die Straße zum Petersberg, sondern die kleineren Steige benutzt (siehe Karte) , weiter zur Rachelburg aufsteigt, und dann über Rachelschlucht (wenige Meter hineinschauen), Wagner am Berg und Wasserfall wieder nach Flintsbach zurückkehrt. Schöner Laubwald, witzige, interessante Skulpturen (Wagner am Berg), viele Bäche am Weg...
Zur Rachelschlucht, deren Durchschreitung anspruchsvoller, also nichts für Kinder, ist, eine aktuelle [Stand April 2016] Beschreibung:
Die Schlucht gliedert sich in einen unteren und einen oberen Teil. Im Mittelteil weitet sich die Schlucht etwas und ist weniger tief. Der untere Bereich kann bis zum Mittelteil durchquert werden, die als Steighilfen früher angebrachten eingekärbten 2 Stämme bei den Steilstufen sind jedoch mittlerweile vermodert und liegen am Boden . Vor ca. 2 Jahren gab es am Schluchteingang einen Felssturz. Um in die Schlucht zu gelangen, benutzt man ein Felsband auf das man ca. 4 Meter rechts neben dem Schluchteingang aufsteigt (2 Meter), und dann nach links zum Eingang quert. Die erste & zweite Steilstufe ist ca. II+ (UIAA). Allerings sollte man bedenken, das aus dem Mittelteil nicht so einfach ausgestiegen werden kann, entweder man steigt die Steilstufen wieder ab, oder man steigt dann rechts aus der Schlucht hinaus, was ebenfalls geschätzt ein knackiger IIer inkl. viel Botanik ist . Es sind zwar nur ca. 5 Meter, aber die haben es trotzdem in sich. Der zweite, obere Teil der dunklen Schlucht kann nicht der ganzen Länge nach durchquert werden. Früher befand sich dort am oberen Ende angeblich eine Leiter. An den Felsen am Rand der Schlucht und rechts daneben wurden ein paar Kletterrouten eingebohrt. Die eine ist mind. ein 8er, ich glaub sogar schwerer. Jetzt ein paar Eindrücke:
Zur Rachelschlucht, deren Durchschreitung anspruchsvoller, also nichts für Kinder, ist, eine aktuelle [Stand April 2016] Beschreibung:
Die Schlucht gliedert sich in einen unteren und einen oberen Teil. Im Mittelteil weitet sich die Schlucht etwas und ist weniger tief. Der untere Bereich kann bis zum Mittelteil durchquert werden, die als Steighilfen früher angebrachten eingekärbten 2 Stämme bei den Steilstufen sind jedoch mittlerweile vermodert und liegen am Boden . Vor ca. 2 Jahren gab es am Schluchteingang einen Felssturz. Um in die Schlucht zu gelangen, benutzt man ein Felsband auf das man ca. 4 Meter rechts neben dem Schluchteingang aufsteigt (2 Meter), und dann nach links zum Eingang quert. Die erste & zweite Steilstufe ist ca. II+ (UIAA). Allerings sollte man bedenken, das aus dem Mittelteil nicht so einfach ausgestiegen werden kann, entweder man steigt die Steilstufen wieder ab, oder man steigt dann rechts aus der Schlucht hinaus, was ebenfalls geschätzt ein knackiger IIer inkl. viel Botanik ist . Es sind zwar nur ca. 5 Meter, aber die haben es trotzdem in sich. Der zweite, obere Teil der dunklen Schlucht kann nicht der ganzen Länge nach durchquert werden. Früher befand sich dort am oberen Ende angeblich eine Leiter. An den Felsen am Rand der Schlucht und rechts daneben wurden ein paar Kletterrouten eingebohrt. Die eine ist mind. ein 8er, ich glaub sogar schwerer. Jetzt ein paar Eindrücke:
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Dienstag, 11. Juni 2013
Abseitig ist's mitunter nur unweit der Masse
Wer unberührte Gebiete sucht, muss nicht mit dem Auto hunderte Kilometer
zurücklegen. Oft reicht es, sich einmal eine Karte zur Hand zu nehmen
und sich Gegenden einmal etwas genauer anzuschauen. Zum Beispiel die
Gegend um den vielbesuchten Hirschberg am Tegernsee. Da gibt es zum Beispiel eine Alm im Söllbachtal und dann noch eine Alm mit fast dem selben Namen weiter oben. Gab es da eine
Verbindung? Eine historische Karte weist einen Steig aus, dieser ist -
gleich vorneweg - nur noch in Ansätzen vorhanden. Wer Zecken,
unwegsames, schrofig-steiles Grasgelände (T4+ ) und vllt.die ein oder
andere Kraxelstelle nicht scheut, der wird, trotz Massenandrang nebenan,
fündig und trifft auf Schluchten, Kämme und ursprüngliche Natur. Ein paar Hürden sind also zu nehmen, und das Abenteuer beginnt schon quasi vor der Haustür. Hier noch ein paar Fotos:
Freitag, 10. Mai 2013
Es grünt und grünt... Impressionen aus einem der urigsten Täler im Chiemgau
Fast schon frühsommerlich warm war's am Vatertag. Zeit, einem der abgeschiedensten und auch wildesten Täler der Chiemgauer Alpen einen Besuch abzustatten, dem Vorderen Kraxenbachtal, nicht zu verwechseln mit dem mittleren Kraxenbachtal, wo die vordere Kraxenbachalm zu finden ist, sondern noch eines weiter westlich. Es gibt einige Steige in diesem Tal, allesamt mehr oder weniger ausgesetzt, verwachsen, und teilweise auch vermurt bzw. abgerutscht, insgesamt aber mit geübten Auge noch gut auffindbar. Unweit der Adlerköpfe liegt eine versteckte Diensthütte, ein gemütlicher Rastplatz der auch im Falle eines Falles durch das große Vordach Schutz vor Regen bietet. Jetzt aber zu den Bildern:
In den Kraxenbachtälern findet man noch ursprünglichen Bergmischwald mit viel Laubanteil, das geübte Auge erkennt den Pfad:
Samstag, 27. April 2013
Tour aus Abseits-Aufwärts #2 auf S. 51 "Kitzstein von Süden" in Bildern
Der im Büchlein beschriebene Kitzstein-Südaufstieg gehört zu den anspruchsvollsten im Büchlein. Um die Schwierigkeit der Kitzsteintour in Bilder zu fassen bzw. zu verdeutlichen hab ich hier zum oberen Teil der Route ein paar Fotos angehängt. (Auf "Weitere Informationen" klicken)
Die ungefähre Route ab der Alm, schaut sanft geneigt aus, in Wirklichkeit aber sausteil:
Dienstag, 16. April 2013
Aufnahme: Großer Madron/ Heuberg Süd- und Westseite schätzungsweise 1955
Auf diesem interessanten Foto (aufgenommen von der Maiwand ca 1955) erkennt man, dass das Gipfelplateau des Großen Madrons (vorne rechts neben dem Petersberg) vor noch gar nicht so langer Zeit gerodet und wahrscheinlich Wiesengelände war.
Weiterhin interessant ist die Süd-/ Westseite des Heubergs: Diese wurde früher noch viel stärker zur Heugewinnung genutzt, während heute, bis auf eine kleine Steilwiese auf der Westseite (siehe AbseitsA.#1) und die südseitige Almfläche unter der Höllwand (siehe AbseitsA#2) viele Bereiche wieder aufgeforstet wurden, leider nicht mit dem dort ursprünglichen Buchenwald, sondern mit Fichtenmonokulturen.
Donnerstag, 28. Februar 2013
10.04.13 Aktuelles:
- Bild: Rampoldplatte /Wendelstein vom Sulzberg am 10.04.13
- Es sind wieder genügend Büchlein des 2. Bandes vorrätig.
- Eine Besprechung gibts es unter:
- http://www.bromba.com/bn130304.htm
- Der Blog wurde von mir ein wenig entrümpelt, und wird als Bergblog weitergeführt, also alle paar Wochen mal reinschauen lohnt!
Donnerstag, 21. Februar 2013
Abseits-Aufwärts # 2
- Es ist fertig! Ich habe leider nicht mehr alle E-Mail Adressen der letzten Jahre im Speicher, also nicht wundern wenn ihr keine Post bekommen habt.
- Ich schätze einmal, das ca. ein Drittel der Touren schon irgendwo auf die ein oder andere Art im Netz zu finden sind, aber bei der rasanten Entwicklung kann ich sowieso nicht Schritt halten. Das Büchlein ist für die, die noch gerne etwas in der Hand halten und schmökern.
- Die Umschlagseite ist aus dickem, beschichteten Papier (160 Gramm) und der Fotodruck ist richtig gut geworden - macht schon was her.
- Der Rest, also die anderen Seiten, sind auf Normalpapier, ein Foto der Innenseiten findet sich unterhalb. Den Platz in der Mitte hätte ich zum besseren Lesevergnügen einen halben Zentimeter größer lassen sollen, das ist zugegeben wirklich blöd gelaufen, hatte ich nicht bedacht.*
- Das Büchlein hat 100 Din A5 Seiten, das war auch die Obergrenze, und ist von oben bis unten vollgepackt mit Text, Skizzen & ein paar wenigen Fotos, mehr ging leider nicht.
- ca. 43 Tourenbeschreibungen, oft inkl. Varianten / Alternativmöglichkeiten etc.
- Tourengebiet: von Eschenlohe bis ins Berchtesgadener Land, größtenteils am Alpennordrand, siehe Inhaltsverzeichnis. Schwerpunkt rund um Rosenheim/ Chiemgau.
- Touren unterschiedlicher Schwierigkeiten, zusätzlich zur UIAA Skala bei Kletterstellen mit der schweizer "T" Wanderskala zur besseren Schwierigkeitsbewertung.
- Das Vorwort & das Inhaltsverzeichnis gibts es weiter unten als Bilddatei zum Nachlesen. Dort stehen die wichtigsten Sachen. Einfach Anklicken und im neuen Fenster öffnen.
- Auflage: Das Büchlein ist limitiert auf 90 Stück (100 wurden gemacht, 10 sind Ausschuss oder an Freunde verschenkt worden) Gewinn fällt damit fast keiner an - Es ist keine Veröffentlichung im Sinne des Pressegesetzes, sondern als Rundbrief an Freunde und Bekannte zu verstehen. 01.09.2014 - AUSVERKAUFT
Die Bestelladresse bleibt AbseitsA@web.de
Mittwoch, 9. Januar 2013
Donnerstag, 22. November 2012
Videobeiträge "Vergessene Wege in den Leoganger Steinbergen"
Alle beiden Beiträge auf die ich erst kürzlich gestoßen bin sind lohnenswert & recht professionell aufgemacht. Interessante Hintergrundinfos zur Geschichte der Steige. Viel Spass beim Anschauen und Inspirationen holen.
Sonntag, 4. November 2012
Erkundungstour durch die Urschlauer Wände auf den Sulzgrabenkopf
Einen größeren weißen Flecken auf der Landkarte in den Chiemgauer Alpen zu finden ist gar nicht mehr soo einfach für mich, am Sulzgrabenkopf war ich aber noch nie - ein typischer niedrigerer Nebengipfel im Schatten einer bekannten Berggruppe (Hörndlwand) der mir bisher gar nicht aufgefallen war. Ich wollte die nördlichen Steige durch die unteren Urschlauer Wände erkunden, Grundlage ist die - wie im nachfolgendem Bericht erläutert - in diesem Gebiet fehlerhafte AV- Karte "Chiemgauer Alpen Mitte - Hochgern, Hochfelln 1:25000" (Hier ein Link zum Kartenausschnitt zur Orientierung) Gleich vorneweg: Ich hatte mir die Tour einfacher & angenehmer vorgestellt, dachte die Steige wären noch einigermaßen intakt, die Karte ist ja recht neu und erst seit 2008 auf dem Markt, aber erstens kommt es anders und zweitens.... Leider gibt es zu diesem Bericht auch keine Fotos, da ich die falsche Speicherkarte gekauft hatte, aber muss ja auch nicht sein. Ich stell den Bericht auch absichtlich hier rein, damit Leute, die die gleiche Idee haben, wissen auf was sie sich einlassen und falls einer vom Landesvermessungsamt das hier liest, die Karte mal zu überprüfen.
Nach Urschlau bin ich vom Bahnhof Ruhpolding mit dem Rad angereist - die Straße hat nur eine geringe Steigung und ist auch ohne Mountainbike machbar, am Wochenende würde ich jeden aber warnen das Rad in den Zug packen zu wollen - Überfüllung auf der Strecke München-Salzburg ist bei Ausflugswetter zu fortgeschrittener Stunde zwar nicht die Regel, aber alles andere als eine Ausnahme. In Urschlau sperrte ich das Rad dann ab, und schon nach wenigen Metern, nach der Brücke über den Bach stand ich auch schon am Steinbruch - links daneben sollte der Steig laut AV-Karte beginnen - nix da ! Denn - Überraschung - Der Steinbruch hat in den letzten Jahren wohl einiges an Fläche zugelegt und somit wohl auch den Steig "einverleibt". Aufgeben mit meiner Suche wollt' ich zu diesem Zeitpunkt deswegen aber noch nicht !
Im Steinbruch wurde zur frühen Stunde noch nicht gearbeitet - mein Glück - denn der einzig anwesende Arbeiter machte es sich gerade im Führerhäuschen seines Schaufelbaggers mit einem Boulevardblatt gemütlich. Also konnte ich unbemerkt die zum oberen, linken Rand des Steinbruchs gelangen. Hier dann die nächste Enttäuschung - der Waldhang ist mit umgefallenen Bäumen geradezu übersäht. Wenig später dann zumindest einmal ein kleiner Lichtblick: ich erspähte die Reste des in der Karte eingezeichneten Steiges der auf ca. 860 Meter ziemlich eben die Hänge quert. Immmerhin etwas. Von dem Steig durch die Unteren Urschlauer Wände jedoch weiterhin keine Spur. Da ich kein GPS oder Ähnliches mein Eigen nenne, ging die Suche weiter. Erst falsch - nachdem ich mich ca. 50 Höhenmeter über Steilhänge nach linksoben/ südöstlich "vorgearbeitet" hatte stand ich am Rand der Wände - Nein, kein Zweifel - hier war kein Durchkommen möglich, also Retour. Unverhofft kommt aber eben doch oft - und nach erneuter Sucherei weiter westlich war ich mir dann ziemlich sicher - ja das muss er sein - ca. 100 Höhenmeter oberhalb des Steinbruchs - zwar ordentlich verwachsen aber immerhin für das geübte Auge klar erkennbar - der Zick-Zack Weg durch die Wände! Und die waren auch bald erreicht. In verblüffender Wegführung nutzt dieser Durchstieg jede Schwachstelle der Wand, rechts sieht man in eine Schlucht, links auch, dieser Wegabschnitt ist wirklich interessant und macht Spaß - Allerdings nicht für Jedermann - Ausgesetzte Querungen an schrofigen Steilwiesen wo der Steig bereits abgerutscht ist verlangen Konzentration, Trittsicherheit und Bergerfahrung. Gegenüber schweift der Blick immer wieder zur Haaralmschneid und die Umgehung, die zunehmend sichtbar wird. Nach der Durchquerung des ersten Wandabbruchs wird der Pfad zunehmend undeutlicher, irgendwann hatten sich die Reste des Steiges dann komplett in Luft aufgelöst, ich vermutete irrtümlich, dass ich noch nicht so hoch war wie in Wirklichkeit (die in der Karte eingezeichneten Querwege bemerkte ich nicht - fallen wahrscheinlich auch unter die Rubrik "Fast nicht vorhanden") und ging die Hänge ein paar mal erfolglos auf der Suche nach dem laut Karte nur leicht ansteigenden, in östliche Richtung führenden Weg ab. Erneut überall umgefallene Bäume, aber das kannte ich ja bereits zu Genüge - Und der Steig? Fehlanzeige!
Darauf der Entschluss weglos direkt zum Kamm aufzusteigen - was folgte war äußerst unangenehmes Wald-Steilgelände, allerdings ungefährlich. Oben - das wusste ich - erwartet mich dann noch ein weiteres Hindernis - eine langgezogene Felswand, wahrscheinlich sind das die "Oberen Urschlauer Wände", auch wenn sie im Kartenwerk nicht explizit so bezeichnet werden. Und da musste ich irgendwie drüberklettern oder einen Durchschlupf finden. Vor den Felsen angekommen, erblickte mich zunächst ein Rudel Gemsen und floh erstaunlich zögerlich - kommt wohl selten ein Wanderer oder Jäger hierher. Ich stand, da die Wand an dieser Stelle quasi senkrecht & wohl größere Kletterfähigkeiten verlangt hätte jetzt vor der Frage: Rechts oder Links? Ich wählte unschlüssig ersteres und hatte sogar Glück. Nach nur wenigen Metern Querung neigen sich die Wände zurück und vermitteln einen Durchstieg. Ein paar Meter Kraxelei (höchstens I) dann Querung auf einem Wiesenband zum Kamm auf ca. 1400 Metern. Und dort - Sonne pur und die erste Aussicht in südl. Richtung auf Gurnwandkopf & Co. Südseitig ist hier alles abgeholzt, über Baumleichen gelangt man am Kamm entlang (der ausgewiesene Steig auf der Karte existiert auch hier - bei wirklich gutem Willen - nur in Ansätzen) wiederum mühsam zum Sattel nördlich des Sulzgrabenkopfes. Ein paar Meter weiter beginnt dann tatsächlich eine klar erkennbare Pfadspur (laut Karte hört sie genau da aber
bald auf), die in südliche Richtung bis zum Felsaufbau des Gipfels führt. Jener erfordert nochmal ein bisschen Kletterei (bis II), die letzten paar Meter durch steiles Latschengelände sind sogar ein wenig freigeschnitten - hätte ich jetzt nie und nimmer gedacht. Und dann endlich geschafft - die Gipfelfläche des Sulzgrabenkopfs ist recht klein, mehr als eine Handvoll Personen haben hier nicht Platz, es gibt sogar ein Gipfelbuch und ein kleines, aus Zweigen notdürftig zusammengebasteltes Kreuz. Wie auf allen mir bekannten, eher unbekannten Bergen des Chiemgaus ist ein gewisser "bäriger Sepp" hier oben Stammgast - getroffen hab ich ihn aber noch nie. Und die Aussicht ist natürlich prächtig - der Nahblick auf Hörndlwand & Co ebenso wie der Fernblick bis zum Bayerischen- bzw. Böhmerwald bei klarer Luft.
Meine ursprünglich geplante Route für den Abstieg - über einen in der Karte verzeichneten Steig wiederum nördlich in Richtung Sulzen, also ein Stück weiter westlich als der Aufstieg blies ich kurzerhand ab, da der Weganfang beim im Aufsteig erwähnten Sattel schon nicht vorhanden war. Stattdessen schlenderte ich den deutlichen Pfad am Kamm entlang zur Hörndlalm (in der Karte - wen wundert's -nicht verzeichnet) und auf bezeichneten Wanderwegen bequem wieder zum Ausgangspunkt.
Fazit: Verkehrte Welt - Dort wo Steige in der AV-Karte eingezeichnet sind, existieren sie meist (bis auf spärliche Reste) nicht mehr, allerdings da wo sie vorhanden sind, sind sie wiederum nicht verzeichnet.
Ich werde die Tour wahrscheinlich nicht wiederholen, der Durchstieg durch die Wände ist toll - der Rest gleicht eher einer Tortur. Nichtsdestotrotz war's eine schöne Neuerkundung.
P.S: Skizze folgt noch!
P.S: Skizze folgt noch!
Dienstag, 17. Januar 2012
Kleinod in der Wendelsteingruppe - Der Aiplsee
Dieser kleine See befindet sich unterhalb der Salwand unweit der Haltestelle "Aipl" der Wendelsteinzahnradbahn. In seinem Wasser tummeln sich etliche Amphibien. Um zu ihm zu gelangen muss man sich etwas durch's Gebüsch kämpfen. Mich würde interessieren wie er entstanden ist - er liegt in einer Senke bzw. einem Krater versteckt. http://www.geodaten.bayern.de/BayernViewer2.0/index.cgi?rw=4503740&hw=5286030&layer=DOP&step=0.25
Mittwoch, 21. September 2011
Impressionen Fanesgruppe [Dolomiten]:
Das Massiv der Fanes, in den zentralen Dolomiten gelegen, gilt nicht gerade als einsames Gebiet, immerhin ist es eines DER Feriengebiete für Italiener, und zudem führt auch noch ein bekannter Dolomitenhöhenweg mitten hindurch. Nichtsdestotrotz lohnt die Fanes einen Besuch, die Landschaft ist einfach grandios. Wer einsam durch die Gegend streifen will, wird z.B. auf dem Fanesplateau fündig, hier gibt es einige kleine Seen zu entdecken, die von keinem Wanderweg erschlossen werden. Ein paar Bilder:
Der Grüne See, nahe der bewirtschafteten Lavarellahütte:
Problem an der Fanesgruppe: Die Unterkunftshütten sind privat und daher ziemlich teuer, als Tipp ein Biwak, das nicht in der amtlichen topographischen Karte Italiens eingezeichnet ist und daher nur wenig besucht wird. Es ist liegt sehr hoch & aussichtsreich, nämlich über 2600 Meter, am Anstieg (Bez. "Friedensweg", früher Stellungsweg im 1. WK) zum Monte del Vallon Bianco, es bietet für 4 Leute Schlafgelegenheiten (am Boden hätten auch noch weitere Personen Platz) Schlafsack & Isomatte sollten allerdings mitgebracht werden:
Von dort hat man folgenden Tiefblick:
Sonntag, 10. Juli 2011
Mit Hass in die Berge...
Folgende "Tourenbeschreibung" einer Frau die sich zu allem Überfluss auch noch "Bergpoetin" nennt, fand ich im Netz :
Quelle: Link
"Von hinten kam eine Mountainbikerin herangerast, brüllte herum und fuhr Coco ohne zu bremsen über den Haufen. Echt schade, dass sie dabei nicht zu Tode gestürzt ist, gewünscht habe ich es ihr jedenfalls. Spätestens seit diesem Vorfall attackiert Coco jeden Radfahrer, der schneller als Schrittgeschwindigkeit unterwegs ist und ich habe volles Verständnis dafür. Glücklicherweise ist Coco nichts ernstes passiert, sonst...
Jedenfalls bin ich seitdem der Meinung, dass Radfahrer in den Bergen nichts zu suchen haben, zumindest nicht auf Wegen, auf denen auch Wanderer unterwegs sind! "
Bei derartiger "Poesie" wird einem doch gleich ganz warm ums Herz *schauder*. Ich denke mal die Mountainbikerin hat hier sicher nicht mit Absicht einen Hund angefahren, sich höchstens fahrlässig verhalten, aber wer weiss schon wie sich der Hund bzw. seine Herrin verhalten hat, sonderlich kooperationsbereit scheint hier wohl keine der Beteiligten gewesen zu sein. Und selbst wenn hier eine "Radrabaukin" am Werk war, entschuldigt das noch lange nicht solche Entgleisungen. Wahrscheinlich ungewollt, gibt die Dame auch zu ("SPÄTESTENS nach diesem Vorfall") , das ihr Schoßhund schon VORHER kein rechter Freund der Zweiradfahrer war, wobei ja beim Hundeverhalten auch immer das Verhalten des Herrchens eine Rolle spielt, der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Stamm... Obwohl ich kein Mountainbiker bin, und das Rad nur als Zustiegshilfe bei längeren Talhatschern bevorzuge, hoffe ich inständig dieser Frau und ihrem "Reißwolf" nie zu begegnen.
Quelle: Link
Donnerstag, 7. Juli 2011
Interessante Geschichten rund um das Südostband am Leonhardistein...
.... wurden als Leseprobe vom Tegernseer Tal Verlag ins Netz gestellt. Zum Einen geht es um den Wilderer Lampl der es als Fluchtweg benutzte, zum Anderen um eine Erstbefahrung mit Skiern, aber lest bei Interesse selbst nach und zwar durch Drücken AUF DIESEN LINK
Auf der Suche nach Pfaden zu längst aufgelassenen Almen, oder: Ein Beispiel für einen typischen Wegfindungsprozess für "Abseits-Aufwärts" Touren
Wenn man auf der Suche nach alten Steigen ist, kommt es auch oft genug vor, dass die Suche nicht so erfolgreich war wie erhofft.
Schon lange hatte mich die Nordseite des Seebergs bei Bayrischzell interessiert, immerhin waren auf ganz alten Karten (bis in die 70er, die Abbildung links ist jedoch aus dem 19. JH) noch Steige eingetragen die zu längst aufgelassenen Almgründen führen. inzwischen aber schon längst aus dem Kartenwerk gestrichen wurden. Zu Recht oder zu Unrecht? Eine Erkundungstour sollte für Aufklärung sorgen.
So stand ich dann am Fuße des Lainergrabens und wurde ersteinmal enttäuscht, dass die üblichen Erkennungsmerkmale für noch intakte Steige (Tritte, Stoamanderl) nicht vorhanden waren. Später, im Wald angekommen, wusste ich dann gar nicht, an welche steigähnlichen Spuren ich mich halten sollte, denn: Solche gibt es dort nämlich im Überfluss, allerdings sind diese alles Wildwechsel, aber so steigähnlich ausgeprägt und in solcher Anzahl sind sie mir noch nie untergekommen - Der gesamte Nordhang beim Lainergraben wird kreuz und quer von ihnen durchzogen. In diesem Gewirr einen alten Almpfad auszumachen - unmöglich, zumal die Rehe, Hirsche usw. sich diesen bestimmt auch längst zu Eigen gemacht haben. Kein Wunder, das sich der Wolf hier wohlfühlt(e?), bei derartig reichlich gedecktem Tisch.
Mir war es schon bald ziemlich klar, nachdem ich den unteren Teil des Hanges immer in weitläufigen Kehren abgegangen hatte, dass es mit einem verfallenen Steiglein nichts mehr werden würde, also ging es im äußerst steilen, mit hohem Gras durchsetztem, lichten Wald die Felsabbrüche umgehend weiter nach oben um weglos zur ehem. Alm zu gelangen. Sah alles nach Zeckengelände aus, und meine Vermutung bestätigte sich auch schon wenig später als ich zwei dieser, in diesem Jahr meinem Anschein nach besonders häufig vorkommenden Biester auf meiner Hose emporkrabbeln sah... Manchmal sah man auch Relikte aus vergangen- (ein umgefallener Grenzstein im Gras) und modernen Zeiten (Ein rot leuchtender Hochzeitsluftballon hing in einem Baum, war aber nicht zu erreichen).
Irgendwann stand ich dann auf der Lichte der ehemaligen Lechneralpe und fast am Kamm angekommen fand ich sie dann auch noch auf einem ebenen Platzerl knapp am Waldrand stehen: Bis auf den rechteckigen Grundriss, plus einem vorgelagerten, gemauerter Keller, mittlerweile mit Farnen überwuchert, ist jedoch nichts mehr übrig geblieben, aber eine Art "Logenplatz" über Bayrischzell hatte sie schon, die Lechneralm:
Fazit: Keine Tour die zur Nachahmung einläd, und auch nicht geeignet für's AA-Büchlein Nr.#2. Spass gemacht hat's trotzdem, und ich weiss jetzt: die Almen gab es tatsächlich, der Steig dorthin existiert nicht mehr, Reste des Verbindungssteiges sind aber noch - bei gutem Willen - sichtbar geblieben, so mein Eindruck jedenfalls. Meine Route führte mich aber hinauf zum Kamm und über ihn (hier waren wieder deutliche Wegspuren vorhanden) in schöner Gratwanderung zum Seebergschneid und weiter zum Seebergkopf. Danach ging es auf bezeichneten Wegen wieder zurück ins Tal inkl. erfrischender Fußkühlung im Bach.
Mittwoch, 20. April 2011
Welche Bedeutung haben diese Inschriften?
Wer im Isarwinkel schon mal über solche runenähnliche Inschriften auf Steinen gestoßen ist und sich gefragt hat, was denn Sinn und Zweck eben jener ist, dem kann der nachfolgende Link sicher weiterhelfen:
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