Nach dem Orkan "Kyrill" war wohl der im Büchlein beschriebene, äußerst beschwerliche, und auch sonst nicht zu unterschätzende Uferpfad am Königssee unpassierbar geworden. Mittlerweile ist er freigeschnitten. Danke dafür! Dort trifft man übrigens auf nebenstehende Inschrift. Am Schluss (bei der Einmündung in den Kaunersteig) gibt es eine neue Wegführung. (Siehe Link) Man benutzt hierbei den oberen Weg (der untere ist zwecks Windwurf weiterhin unpassierbar) Eine Anmerkung noch zum "Schwarzmarkierer" im Nationalpark Berchtesgaden (die Medien berichteten) : Die Person meint es sicher gut, ich halte es aber für kontraproduktiv, gerade im Nationalpark werden doch von DAV/ Nationalparkverwaltung auch Pfade gepflegt/ freigeschnitten, die nicht im offiziellen Wegenetz vorhanden sind. Das reicht egtl. völlig aus. Die Touris, die eben öfters nur nach Pfad/Markierung gehen, könnten so wirklich in die Irre geleitet werden, wenn schon gleich am Anfang, also bei der Abzweigung die Markierungen los gehen. Ein "Stoamanndl" oder eine "Stoadaube" an wichtigen Punkten tut's doch auch. Auf unserer 2-tägigen Tour letzte Woche stießen wir im übrigen auf keinerlei solcher Markierungen. Die Suche nach einem alten Steig wurde abgebrochen, da wir auch vierbeinige Begleitung hatten, die kurz an der Leine geführt werden musste, was im abschüssigen Gelände uns dann einfach zu beschwerlich/ gefährlich war. Vllt. im Herbst irgendwann nochmal.
Montag, 30. August 2010
Mittwoch, 7. April 2010
Neue AV-Karten
Wie vielleicht der ein oder andere schon mitgekriegt hat, erscheinen derzeit neue Alpenvereinskarten für den bayer. Alpenraum in Zusammenarbeit mit dem bayerischen Landesvermessungsamt. Genauer heißt das: Das Amt sorgt für die zugrundeliegende Topographie bzw. die Karten, und der DAV für eingezeichnete Skitouren, Markierungen, Wildschutzgebiete usw. usf. Ich werde mich im Folgenden kritisch mit dem neuen Kartenwerk auseinandersetzen:
Als die Ankündigung zwecks neuer AV-Karten publik gemacht wurde, war ich zunächst hocherfreut, denn die bisher mir bekannten AV-Blätter im österreichischen Gebiet (z.b. Karwendel, Kaisergebirge, Hochkönig) sind für mich die besten Karten überhaupt die ich mein Eigen nenne. Unübertroffen die klare Optik (besonders im Felsgelände), die vielen Pfade und Pfad-
spuren die eingezeichnet sind sowie die Aktualität. Eine erste Ernüchterung trat dann ein, als ich die erste neue AV-Karte Bayerns in den Händen hielt: Schade, die gelungene Optik bisheriger AV-Karten (siehe rechtes Bild) wurde nicht angewendet, stattdessen wurde einfach die Optik der topographischen Karten 1:25000 des bayer. Landesvermessungsamtes übernommen. Allerdings hat sich auch diese verändert. Die war ja vorher schon nicht schlecht, und für Voralpenregionen egtl. komplett ausreichend. (siehe Bild links unten) Was fehlte waren diverse kleine
Steige, und eine Aktualität was Forststraßen betrifft. Nun also haben die 1:25000 er Karten eine neue Optik bekommen (siehe Bild rechts unten) , die zunächst mal nicht viel anders ist, allerdings digitaler und ein wenig simpler aufgemacht daherkommt. Was sich zudem verändert hat sind einige Wege und hier wird's für Abseits-Aufwärts Leser bzw. Leute die gerne kleine Pfade etc. aufsuchen interessant: Mehrere von eben jenen sind nämlich aussortiert worden, z.B. ist der Pfad von der Kogeltalalm nach Südwesten, zur verf. Rauhensackalm nicht mehr eingezeichnet. Ich weiß aber das er existiert, immerhin bin ich ihn schon selber gegangen (im Sommer 2009) und selbst auf dem Luftbild ist er erkennbar. Also hier in diesem Beispiel wurde unberechtigt gelöscht. Andernorts, wo wirklich ein Pfad schon komplett überwuchert oder abgerutscht war ist sicherlich berechtigt assortiert worden, wie ich auch feststellen konnte.
Positiv zu vermelden ist, das Pfade zum ersten Mal eingezeichnet wurden, die zuvor noch nie im Kartenwerk drin waren, z.B. der von mir in A-A #1 beschriebene Pfad bei der Hochgernüberschreitung. Was die Forststraßen anbelangt, wurden Fortschritte gemacht, aber mir ist auch schon aufgefallen, das da immer noch so einiges fehlt, wobei ich zugeben muss, das es da sicher schwer ist Schritt zu halten. Was natürlich auch noch positiv zu vermelden ist, ist die Kennzeichnung von Wildschutzgebieten und vieler beliebter Skitouren, für Skitourengeher sind die neuen Karten sicher uneingeschränkt empfehlenswert. Fazit: Der "Abseits-Aufwärts Geher" findet zwar einige Pfade mehr und zum ersten Mal , dafür aber andere nicht mehr in den Karten eingezeichnet. Im Zweifelsfall also alte Kartenwerke noch aufkaufen und - damit man zwecks Forststraßen usw. auf einem akzeptablen Stand ist die neuen noch dazu. Wer im Steinernen Meer oder im Hagengebirge unterwegs ist sollte sich NICHT die neuen bayr. AV-Karten, sondern die alten (österreichischen) AV-Karten dieser Gebiete kaufen! Leider ist der "große Wurf" mit den neuen Karten nicht gelungen - zumindest für meine Zielgruppe.
Sonntag, 10. Mai 2009
Alles Wichtige über das 1. Büchlein
Bei "Abseits Aufwärts" handelt sich es um ein 60 Seiten starkes Büchlein im Din A5 Format das 28 Tourenvorschläge abseits bekannter Wege zwischen Berchtesgaden und Eschenlohe behandelt. Zu den einzelnen Touren gibt es jeweils eine von mir selbst erstellte Skizze um die Orientierung zu erleichtern.- Allgemeines: Was den “Otto-Normal-Bergsteiger” zumeist abschreckt, also ein genaues Kartenstudium, das Nicht-Vorhandensein von Markierungen, Wegsuche im Unterholz, weglose Passagen, die ganze Zeit keiner Menschenseele begegnen, macht für mich gerade den Reiz bestimmter Touren aus. Leider wurden durch den Forststraßenbauboom der vergangenen Jahre alte Pfade durchtrennt und sind nur noch schwer aufzufinden. Die Auflassung von Almgründen trägt auch zum Verfall best. Wege bei. Die Zusammenstellung eines nicht professionellen Büchleins, Heftchens zu eben diesen Touren, spukte schon länger in meinem Kopf herum. Realisiert hab ich das Ganze jedoch nie, vor allem weil ich mir gedacht hab: “Das interessiert doch eh Keinen”. Viel später als ursprünglich geplant ist das Büchlein doch erschienen und Ich war von der Resonanz positiv überrascht.
- Warum nicht im Internet? Ich hab’ mich bewusst entschieden das Ganze in Papierform und nicht im Internet zu veröffentlichen. Nur für Leute die WIRKLICH Interesse an solchen Routen haben, ist dieses Heft gedacht. Eine Ergänzung zur "Hirschberg-Tour" in den ersten beiden Auflagen gibt es
- Schwierigkeit der Touren: Grundsätzlich gilt: Guter Orientierungssinn, Schwindelfreiheit, Kondition, Trittsicherheit, sicherer Umgang mit Karten, ist bei FAST ALLEN hier beschriebenen Touren Pflicht. Wenn leichte Kraxel- bzw. Kletterstellen auftreten so wird das bei den Touren extra angegeben, als Maßstab gilt hier die allg. gültige UIAA-Skala. Schwierigkeiten oberhalb des II. Grades kommen nicht vor. Auch sind Aufstiege/ Querungen steiler Schrofenhänge mitunter viel gefährlicher als Kraxelstellen im I. Grad, fallen aber nicht in die UIAA-Skala. Natürlich sind die Anforderungen für die hier beschriebenen Routen unterschiedlich. Ob das jetzt die technische Seite, die Kondition oder den Orientierungssinn betrifft. Von leichteren Touren wie dem Batzenkopf oder die Hörndlwand bis zu schwierigeren Sachen wie z.B. dem Luchspfad usw. ist alles dabei!
- Der Geheimniskrämerei oder “oder “Wie kann der nur” Faktor:Um vorneweg gleich mal den Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen: Ich fordere mit diesem Büchlein nicht dazu auf diese Wege zu markieren, Sicherungen einzubauen und einer breiten Masse zugänglich zu machen, mir wäre es nur wünschenswert, das sie nicht verfallen und/oder zuwachsen. Durch dieses Heftchen werden keine Besuchermassen auf die Wege einströmen. Teilweise sind einige Routen auch schon in früheren, nur noch antiquarisch zu erwerbenen AV-Führern zu finden.
Abonnieren
Posts (Atom)



