Donnerstag, 22. November 2012

Videobeiträge "Vergessene Wege in den Leoganger Steinbergen"

Alle beiden Beiträge auf die ich erst kürzlich gestoßen bin sind lohnenswert & recht professionell aufgemacht. Interessante Hintergrundinfos zur Geschichte der Steige. Viel Spass beim Anschauen und Inspirationen holen.

Sonntag, 4. November 2012

Erkundungstour durch die Urschlauer Wände auf den Sulzgrabenkopf

Einen größeren weißen Flecken auf der Landkarte in den Chiemgauer Alpen zu finden ist gar nicht mehr soo einfach für mich, am Sulzgrabenkopf war ich aber noch nie - ein typischer niedrigerer Nebengipfel im Schatten einer bekannten Berggruppe (Hörndlwand) der mir bisher gar nicht aufgefallen war. Ich wollte die nördlichen Steige durch die unteren Urschlauer Wände erkunden, Grundlage ist die - wie im nachfolgendem Bericht erläutert - in diesem Gebiet  fehlerhafte AV- Karte "Chiemgauer Alpen Mitte - Hochgern, Hochfelln 1:25000" (Hier ein Link zum Kartenausschnitt zur Orientierung) Gleich vorneweg: Ich hatte mir die Tour einfacher & angenehmer vorgestellt, dachte die Steige wären noch einigermaßen intakt, die Karte ist ja recht neu und erst seit 2008 auf dem Markt, aber erstens kommt es anders und zweitens.... Leider gibt es zu diesem Bericht auch keine Fotos, da ich die falsche Speicherkarte gekauft hatte, aber muss ja auch nicht sein. Ich stell den Bericht auch absichtlich hier rein, damit Leute, die die gleiche Idee haben, wissen auf was sie sich einlassen und falls einer vom Landesvermessungsamt das hier liest, die Karte mal zu überprüfen.

Nach Urschlau bin ich vom Bahnhof Ruhpolding mit dem Rad angereist - die Straße hat nur eine geringe Steigung und ist auch ohne Mountainbike machbar, am Wochenende würde ich jeden aber warnen das Rad in den Zug packen zu wollen - Überfüllung auf der Strecke München-Salzburg ist bei Ausflugswetter zu fortgeschrittener Stunde zwar nicht die Regel, aber alles andere als eine Ausnahme. In Urschlau sperrte ich das Rad dann ab, und schon nach wenigen Metern, nach der Brücke über den Bach stand ich auch schon am Steinbruch - links daneben sollte der Steig laut AV-Karte beginnen - nix da ! Denn - Überraschung - Der Steinbruch hat in den letzten Jahren wohl einiges an Fläche zugelegt und somit wohl auch den Steig "einverleibt". Aufgeben mit meiner Suche wollt' ich zu diesem Zeitpunkt deswegen aber noch nicht !

Im Steinbruch wurde zur frühen Stunde noch nicht gearbeitet - mein Glück - denn der einzig anwesende Arbeiter machte es sich gerade im Führerhäuschen seines Schaufelbaggers mit einem Boulevardblatt gemütlich. Also konnte ich unbemerkt die zum oberen, linken Rand des Steinbruchs gelangen. Hier dann die nächste Enttäuschung - der Waldhang ist mit umgefallenen Bäumen geradezu übersäht.  Wenig später dann zumindest einmal ein kleiner Lichtblick:  ich erspähte die Reste des in der Karte eingezeichneten Steiges der auf ca. 860 Meter ziemlich eben die Hänge quert. Immmerhin etwas. Von dem Steig durch die Unteren Urschlauer Wände jedoch weiterhin keine Spur. Da ich kein GPS oder Ähnliches mein Eigen nenne, ging die Suche weiter. Erst falsch - nachdem ich mich ca. 50 Höhenmeter über Steilhänge nach linksoben/ südöstlich "vorgearbeitet" hatte stand ich am Rand der Wände - Nein, kein Zweifel - hier war kein Durchkommen möglich, also Retour. Unverhofft kommt aber eben doch oft - und nach erneuter Sucherei weiter westlich war ich mir dann ziemlich sicher - ja das muss er sein - ca. 100 Höhenmeter oberhalb des Steinbruchs - zwar ordentlich verwachsen aber immerhin für das geübte Auge klar erkennbar - der Zick-Zack Weg durch die Wände! Und die waren auch bald erreicht. In verblüffender Wegführung nutzt dieser Durchstieg jede Schwachstelle der Wand, rechts sieht man in eine Schlucht, links auch, dieser Wegabschnitt ist wirklich interessant und macht Spaß - Allerdings nicht für Jedermann - Ausgesetzte Querungen an schrofigen Steilwiesen wo der Steig bereits abgerutscht ist verlangen Konzentration, Trittsicherheit und Bergerfahrung. Gegenüber schweift der Blick immer wieder zur Haaralmschneid und die Umgehung, die zunehmend sichtbar wird. Nach der Durchquerung des ersten Wandabbruchs wird der Pfad zunehmend undeutlicher, irgendwann hatten sich die Reste des Steiges dann komplett in Luft aufgelöst, ich vermutete irrtümlich, dass ich noch nicht so hoch war wie in Wirklichkeit (die in der Karte eingezeichneten Querwege bemerkte ich nicht - fallen wahrscheinlich auch unter die Rubrik "Fast nicht vorhanden")  und ging die Hänge ein paar mal erfolglos auf der Suche nach dem laut Karte nur leicht ansteigenden, in östliche Richtung führenden Weg ab. Erneut überall umgefallene Bäume, aber das kannte ich ja bereits zu Genüge - Und der Steig? Fehlanzeige!

Darauf der Entschluss weglos direkt zum Kamm aufzusteigen - was folgte war äußerst unangenehmes Wald-Steilgelände, allerdings ungefährlich. Oben - das wusste ich - erwartet mich dann noch ein weiteres Hindernis - eine langgezogene Felswand, wahrscheinlich sind das die "Oberen Urschlauer Wände", auch wenn sie im Kartenwerk nicht explizit so bezeichnet werden. Und da musste ich irgendwie drüberklettern oder einen Durchschlupf finden. Vor den Felsen angekommen, erblickte mich zunächst ein Rudel Gemsen und floh erstaunlich zögerlich - kommt wohl selten ein Wanderer oder Jäger hierher. Ich stand, da die Wand an dieser Stelle quasi senkrecht & wohl größere Kletterfähigkeiten verlangt hätte jetzt vor der Frage: Rechts oder Links? Ich wählte unschlüssig ersteres und hatte sogar Glück. Nach nur wenigen Metern Querung neigen sich die Wände zurück und vermitteln einen Durchstieg. Ein paar Meter Kraxelei (höchstens I) dann Querung auf einem Wiesenband zum Kamm auf ca. 1400 Metern. Und dort - Sonne pur und die erste Aussicht in südl. Richtung auf Gurnwandkopf & Co. Südseitig ist hier alles abgeholzt, über Baumleichen gelangt man am Kamm entlang (der ausgewiesene Steig auf der Karte existiert auch hier - bei wirklich gutem Willen - nur in Ansätzen) wiederum mühsam zum Sattel nördlich des Sulzgrabenkopfes. Ein paar Meter weiter beginnt dann tatsächlich eine klar erkennbare Pfadspur (laut Karte hört sie genau da aber 
bald auf), die in südliche Richtung bis zum Felsaufbau des Gipfels führt.  Jener erfordert nochmal ein bisschen Kletterei (bis II), die letzten paar Meter durch steiles Latschengelände sind sogar ein wenig freigeschnitten - hätte ich jetzt nie und nimmer gedacht. Und dann endlich geschafft - die Gipfelfläche des Sulzgrabenkopfs ist recht klein, mehr als eine Handvoll Personen haben hier nicht Platz, es gibt sogar ein Gipfelbuch und ein kleines, aus Zweigen notdürftig zusammengebasteltes Kreuz. Wie auf allen mir bekannten, eher unbekannten Bergen des Chiemgaus ist ein gewisser "bäriger Sepp" hier oben Stammgast - getroffen hab ich ihn aber noch nie. Und die Aussicht ist natürlich prächtig - der Nahblick auf Hörndlwand & Co ebenso wie der Fernblick bis zum Bayerischen- bzw. Böhmerwald bei klarer Luft. 

Meine ursprünglich geplante Route für den Abstieg - über einen in der Karte verzeichneten Steig wiederum nördlich in Richtung Sulzen, also ein Stück weiter westlich als der Aufstieg blies ich kurzerhand ab, da der Weganfang beim im Aufsteig erwähnten Sattel schon nicht vorhanden war. Stattdessen schlenderte ich den deutlichen Pfad am Kamm entlang zur Hörndlalm (in der Karte - wen wundert's -nicht verzeichnet) und auf bezeichneten Wanderwegen bequem wieder zum Ausgangspunkt.

Fazit: Verkehrte Welt - Dort wo Steige in der AV-Karte eingezeichnet sind, existieren sie meist (bis auf spärliche Reste) nicht mehr, allerdings da wo sie vorhanden sind, sind sie wiederum nicht verzeichnet.
Ich werde die Tour wahrscheinlich nicht wiederholen, der Durchstieg durch die Wände ist toll - der Rest gleicht eher einer Tortur.  Nichtsdestotrotz war's eine schöne Neuerkundung. 

P.S: Skizze folgt noch!

Dienstag, 17. Januar 2012

Kleinod in der Wendelsteingruppe - Der Aiplsee

Dieser kleine See befindet sich unterhalb der Salwand unweit der Haltestelle "Aipl" der Wendelsteinzahnradbahn. In seinem Wasser tummeln sich etliche Amphibien. Um zu ihm zu gelangen muss man sich etwas durch's Gebüsch kämpfen. Mich würde interessieren wie er entstanden ist - er liegt in einer Senke bzw. einem Krater versteckt. http://www.geodaten.bayern.de/BayernViewer2.0/index.cgi?rw=4503740&hw=5286030&layer=DOP&step=0.25

Mittwoch, 21. September 2011

Impressionen Fanesgruppe [Dolomiten]:

Das Massiv der Fanes, in den zentralen Dolomiten gelegen, gilt nicht gerade als einsames Gebiet, immerhin ist es eines DER Feriengebiete für Italiener, und zudem führt auch noch ein bekannter Dolomitenhöhenweg mitten hindurch. Nichtsdestotrotz lohnt die Fanes einen Besuch, die Landschaft ist einfach grandios. Wer einsam durch die Gegend streifen will, wird z.B. auf dem Fanesplateau fündig, hier gibt es einige kleine Seen zu entdecken, die von keinem Wanderweg erschlossen werden. Ein paar Bilder:

Der Grüne See, nahe der bewirtschafteten Lavarellahütte: 
Problem an der Fanesgruppe: Die Unterkunftshütten sind privat und daher ziemlich teuer, als Tipp ein Biwak, das nicht in der amtlichen topographischen Karte Italiens eingezeichnet ist und daher nur wenig besucht wird. Es ist liegt sehr hoch & aussichtsreich, nämlich über 2600 Meter, am Anstieg (Bez. "Friedensweg", früher Stellungsweg im 1. WK) zum Monte del Vallon Bianco, es bietet für 4 Leute Schlafgelegenheiten (am Boden hätten auch noch weitere Personen Platz) Schlafsack & Isomatte sollten allerdings mitgebracht werden:
Von dort hat man folgenden Tiefblick:


Sonntag, 10. Juli 2011

Mit Hass in die Berge...

Folgende "Tourenbeschreibung" einer Frau die sich zu allem Überfluss auch noch "Bergpoetin" nennt, fand ich im Netz :

"Von hinten kam eine Mountainbikerin herangerast, brüllte herum und fuhr Coco ohne zu bremsen über den Haufen. Echt schade, dass sie dabei nicht zu Tode gestürzt ist, gewünscht habe ich es ihr jedenfalls. Spätestens seit diesem Vorfall attackiert Coco jeden Radfahrer, der schneller als Schrittgeschwindigkeit unterwegs ist und ich habe volles Verständnis dafür. Glücklicherweise ist Coco nichts ernstes passiert, sonst...
Jedenfalls bin ich seitdem der Meinung, dass Radfahrer in den Bergen nichts zu suchen haben, zumindest nicht auf Wegen, auf denen auch Wanderer unterwegs sind! "
Bei derartiger "Poesie" wird einem doch gleich ganz warm ums Herz *schauder*. Ich denke mal die Mountainbikerin hat hier sicher nicht mit Absicht einen Hund angefahren, sich höchstens fahrlässig verhalten, aber wer weiss schon wie sich der Hund bzw. seine Herrin verhalten hat, sonderlich kooperationsbereit scheint hier wohl keine der Beteiligten gewesen zu sein. Und selbst wenn hier eine "Radrabaukin" am Werk war, entschuldigt das noch lange nicht solche Entgleisungen. Wahrscheinlich ungewollt, gibt die Dame auch zu ("SPÄTESTENS nach diesem Vorfall") , das ihr Schoßhund schon VORHER kein rechter Freund der Zweiradfahrer war, wobei ja beim Hundeverhalten auch immer das Verhalten des Herrchens eine Rolle spielt, der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Stamm... Obwohl ich kein Mountainbiker bin, und das Rad nur als Zustiegshilfe bei längeren Talhatschern bevorzuge, hoffe ich inständig dieser Frau und  ihrem "Reißwolf" nie zu begegnen.

Quelle:  Link

Donnerstag, 7. Juli 2011

Interessante Geschichten rund um das Südostband am Leonhardistein...

.... wurden als Leseprobe vom Tegernseer Tal Verlag ins Netz gestellt. Zum Einen geht es um den Wilderer Lampl der es als Fluchtweg benutzte, zum Anderen um eine Erstbefahrung mit Skiern, aber lest bei Interesse selbst nach und zwar durch Drücken AUF DIESEN LINK

Auf der Suche nach Pfaden zu längst aufgelassenen Almen, oder: Ein Beispiel für einen typischen Wegfindungsprozess für "Abseits-Aufwärts" Touren

Wenn man auf der Suche nach alten Steigen ist, kommt es auch oft genug vor, dass die Suche nicht so erfolgreich war wie erhofft.

Schon lange hatte mich die Nordseite des Seebergs bei Bayrischzell interessiert, immerhin waren auf ganz alten Karten (bis in die 70er, die Abbildung links ist jedoch aus dem 19. JH) noch Steige eingetragen die zu längst aufgelassenen Almgründen führen. inzwischen aber schon längst aus dem Kartenwerk gestrichen wurden. Zu Recht oder zu Unrecht? Eine Erkundungstour sollte für Aufklärung sorgen.

So stand ich dann am Fuße des Lainergrabens und  wurde ersteinmal enttäuscht, dass die üblichen Erkennungsmerkmale für noch intakte Steige (Tritte, Stoamanderl) nicht vorhanden waren. Später, im Wald angekommen, wusste ich dann gar nicht, an welche steigähnlichen Spuren ich mich halten sollte, denn: Solche gibt es dort nämlich im Überfluss, allerdings sind diese alles Wildwechsel, aber so steigähnlich ausgeprägt und in solcher Anzahl sind sie mir noch nie untergekommen - Der gesamte Nordhang beim Lainergraben wird kreuz und quer von ihnen durchzogen. In diesem Gewirr einen alten Almpfad auszumachen - unmöglich, zumal die Rehe, Hirsche usw. sich diesen bestimmt auch längst zu Eigen gemacht haben. Kein Wunder, das sich der Wolf hier wohlfühlt(e?), bei derartig reichlich gedecktem Tisch.

Mir war es schon bald ziemlich klar, nachdem ich den unteren Teil des Hanges immer in weitläufigen Kehren abgegangen hatte, dass es mit einem verfallenen Steiglein nichts mehr werden würde, also ging es im äußerst steilen, mit hohem Gras durchsetztem,  lichten Wald die Felsabbrüche umgehend weiter nach oben um weglos zur ehem. Alm zu gelangen.  Sah alles nach Zeckengelände aus, und meine Vermutung bestätigte sich auch schon wenig später als ich zwei dieser, in diesem Jahr meinem Anschein nach besonders häufig vorkommenden Biester auf meiner Hose emporkrabbeln sah...  Manchmal sah man auch Relikte aus vergangen- (ein umgefallener Grenzstein im Gras) und modernen Zeiten (Ein rot leuchtender Hochzeitsluftballon hing in einem Baum, war aber nicht zu erreichen).

Irgendwann stand ich dann auf der Lichte der ehemaligen Lechneralpe und fast am Kamm angekommen  fand ich sie dann auch noch auf einem ebenen Platzerl knapp am Waldrand stehen: Bis auf den rechteckigen Grundriss, plus einem vorgelagerten,  gemauerter Keller, mittlerweile mit Farnen überwuchert, ist jedoch nichts mehr übrig geblieben, aber eine Art "Logenplatz" über Bayrischzell hatte sie schon, die Lechneralm:


Fazit: Keine Tour die zur Nachahmung einläd, und auch nicht geeignet für's AA-Büchlein Nr.#2. Spass gemacht hat's trotzdem, und ich weiss jetzt: die Almen gab es tatsächlich, der Steig dorthin existiert nicht mehr, Reste des Verbindungssteiges sind aber noch - bei gutem Willen - sichtbar geblieben, so mein Eindruck jedenfalls. Meine Route führte mich aber hinauf zum Kamm und über ihn (hier waren wieder deutliche Wegspuren vorhanden) in schöner Gratwanderung zum Seebergschneid und weiter zum Seebergkopf. Danach ging es  auf bezeichneten Wegen wieder zurück ins Tal inkl. erfrischender Fußkühlung im Bach.

Mittwoch, 20. April 2011

Welche Bedeutung haben diese Inschriften?

Wer im Isarwinkel schon mal über solche runenähnliche Inschriften auf Steinen gestoßen ist und sich gefragt hat, was denn  Sinn und Zweck eben jener ist, dem kann der nachfolgende Link sicher weiterhelfen:

Mittwoch, 9. März 2011

Historische Karte vom Südostzipfel Bayerns

 Die Bayerische Landesbibliothek hat eine alte Karte (1824 - 1867) bzw. Kupferstich von St. Bartholomä und Umgebung ins Netz gestellt. Darauf findet man die genaue Lage der vielen Almen, die es früher dort gab und die heutzutage größtenteils verfallen sind (Hier im Ausschnitt z.B. die Burgstallalm) . Des Weiteren noch die alten Flurnamen. Die eingezeichneten Strichlinien stellen nicht unbedingt Wege dar, darauf sollte man sich nicht verlassen.

Für Zwischendurch: Kienbergsteig & Co.

Im Netz wird nicht geschlafen, und so finden sich auch immer mehr Amateur "Tourenvideos" bei Youtube.  Über Sinn oder Unsinn dieser Machwerke ließe sich sicher trefflich streiten, die Meisten  sind in meinen Augen für die Allgemeinheit eher überflüssig (Stichwort: Urlaubsvideo) und/ oder befriedigen nur einen gewissen Selbstdarstellungstrieb, den natürlich jeder (ich will mich da nicht ausschließen) mehr oder weniger ausgeprägt inne hat. Per Zufall bin ich dann doch auf etwas gestoßen was ganz gut  in die "Abseits-Aufwärts" Kategorie passt und zudem noch ganz nett daherkommt - Viel Spass beim Anschauen ! 
Der Kienbergsteig wird selten begangen und führt von Hangendenstein (zwischen Salzburg bzw. Grödig und Berchtesgaden bzw. Marktschellenberg / bei der Landesgrenze) auf den Untersberg und ist auch im Bayernviewer eingezeichnet sowie im AV-Führer "Berchtesgadener Alpen" beschrieben.  
Tipp: Da in den Videos sowieso keine Wortbeiträge vorkommen, kann man die Musik bei Nichgefallen auch einfach ausschalten.

Vom gleichen Macher gibt es auch noch Youtube-Videos zum verfallenen Steig von Grödig zum Grödiger Törl - Hier die Links:
Grödiger Törl - Versteiger/ Falscher Weg
Grödiger Törl - Richtiger Weg

Montag, 30. August 2010

Update zu dem im 1. Büchlein beschriebenen Uferweg

Nach dem Orkan "Kyrill" war wohl der im Büchlein beschriebene, äußerst beschwerliche, und auch sonst nicht zu unterschätzende Uferpfad am Königssee unpassierbar geworden. Mittlerweile ist er freigeschnitten. Danke dafür!  Dort trifft man übrigens auf nebenstehende  Inschrift. Am Schluss (bei der Einmündung in den Kaunersteig) gibt es eine neue Wegführung. (Siehe Link) Man benutzt hierbei den oberen Weg (der untere ist zwecks Windwurf weiterhin unpassierbar) Eine Anmerkung noch zum "Schwarzmarkierer" im Nationalpark  Berchtesgaden (die Medien berichteten) : Die Person meint es sicher gut, ich halte es aber für kontraproduktiv, gerade im Nationalpark werden doch von DAV/ Nationalparkverwaltung auch Pfade gepflegt/ freigeschnitten, die nicht im offiziellen Wegenetz vorhanden sind. Das reicht egtl. völlig aus. Die Touris, die eben öfters nur nach Pfad/Markierung gehen,  könnten so wirklich in die Irre geleitet werden, wenn schon gleich am Anfang, also bei der Abzweigung die Markierungen los gehen. Ein "Stoamanndl" oder eine "Stoadaube" an wichtigen Punkten tut's doch auch. Auf unserer 2-tägigen Tour letzte Woche stießen wir im übrigen auf keinerlei solcher Markierungen. Die Suche nach einem  alten Steig wurde abgebrochen, da wir auch vierbeinige Begleitung hatten, die kurz an der Leine geführt werden musste, was im abschüssigen Gelände uns dann einfach zu beschwerlich/ gefährlich war. Vllt. im Herbst irgendwann nochmal.

Mittwoch, 7. April 2010

Neue AV-Karten

Wie vielleicht der ein oder andere schon mitgekriegt hat, erscheinen derzeit neue Alpenvereinskarten für den bayer. Alpenraum in Zusammenarbeit mit dem bayerischen Landesvermessungsamt. Genauer heißt das: Das Amt sorgt für die zugrundeliegende Topographie bzw. die Karten, und der DAV für eingezeichnete Skitouren, Markierungen, Wildschutzgebiete usw. usf. Ich werde mich im Folgenden kritisch mit dem neuen Kartenwerk auseinandersetzen:

Als die Ankündigung zwecks neuer AV-Karten publik gemacht wurde, war ich zunächst hocherfreut, denn die bisher mir bekannten AV-Blätter im österreichischen Gebiet (z.b. Karwendel, Kaisergebirge, Hochkönig) sind für mich die besten Karten überhaupt die ich mein Eigen nenne. Unübertroffen die klare Optik (besonders im Felsgelände), die vielen Pfade und Pfad-
spuren die eingezeichnet sind sowie die Aktualität. Eine erste Ernüchterung trat dann ein, als ich die erste neue AV-Karte Bayerns in den Händen hielt: Schade, die gelungene Optik bisheriger AV-Karten (siehe rechtes Bild) wurde nicht angewendet, stattdessen wurde einfach die Optik der topographischen Karten 1:25000 des bayer. Landesvermessungsamtes übernommen. Allerdings hat sich auch diese verändert. Die war ja vorher schon nicht schlecht, und für Voralpenregionen egtl. komplett ausreichend.  (siehe Bild links unten) Was fehlte waren diverse kleine

Steige, und eine Aktualität was Forststraßen betrifft. Nun also haben die 1:25000 er Karten eine neue Optik bekommen (siehe Bild rechts unten) , die zunächst mal nicht viel anders ist, allerdings  digitaler und ein wenig simpler aufgemacht daherkommt. Was sich zudem verändert hat sind einige Wege und hier wird's für Abseits-Aufwärts Leser bzw. Leute die gerne kleine Pfade etc. aufsuchen interessant: Mehrere von eben jenen sind nämlich aussortiert worden, z.B. ist der Pfad von der Kogeltalalm nach Südwesten, zur verf. Rauhensackalm  nicht mehr eingezeichnet. Ich weiß aber das er existiert, immerhin bin ich ihn schon selber gegangen (im Sommer 2009) und selbst auf dem Luftbild ist er erkennbar. Also hier  in diesem Beispiel wurde unberechtigt gelöscht. Andernorts, wo wirklich ein Pfad schon komplett überwuchert oder abgerutscht war ist sicherlich berechtigt assortiert worden, wie ich auch feststellen konnte.
Positiv zu vermelden ist, das Pfade zum ersten Mal eingezeichnet wurden, die zuvor noch nie im Kartenwerk drin waren, z.B. der von mir in A-A #1 beschriebene Pfad bei der Hochgernüberschreitung. Was die Forststraßen anbelangt, wurden Fortschritte gemacht, aber mir ist auch schon aufgefallen, das da immer noch so einiges fehlt, wobei ich zugeben muss, das es da sicher schwer ist Schritt zu halten. Was natürlich auch noch positiv zu vermelden ist, ist die Kennzeichnung von Wildschutzgebieten und vieler  beliebter Skitouren, für Skitourengeher sind die neuen Karten sicher uneingeschränkt empfehlenswert. 

Fazit: Der "Abseits-Aufwärts Geher" findet zwar einige Pfade mehr und zum ersten Mal , dafür aber andere  nicht mehr in den Karten eingezeichnet. Im Zweifelsfall also alte Kartenwerke noch aufkaufen und - damit man zwecks Forststraßen usw. auf einem akzeptablen Stand ist die neuen noch dazu. Wer im Steinernen Meer oder im Hagengebirge unterwegs ist sollte sich NICHT die neuen bayr. AV-Karten, sondern die alten (österreichischen) AV-Karten dieser Gebiete kaufen! Leider ist der "große Wurf" mit den neuen Karten nicht gelungen - zumindest für meine Zielgruppe.

Sonntag, 10. Mai 2009

Alles Wichtige über das 1. Büchlein

Bei "Abseits Aufwärts" handelt sich es um ein 60 Seiten starkes Büchlein im Din A5 Format das 28 Tourenvorschläge abseits bekannter Wege zwischen Berchtesgaden und Eschenlohe behandelt. Zu den einzelnen Touren gibt es jeweils eine von mir selbst erstellte Skizze um die Orientierung zu erleichtern.
  • Allgemeines: Was den “Otto-Normal-Bergsteiger” zumeist abschreckt, also ein genaues Kartenstudium, das Nicht-Vorhandensein von Markierungen, Wegsuche im Unterholz, weglose Passagen, die ganze Zeit keiner Menschenseele begegnen, macht für mich gerade den Reiz bestimmter Touren aus. Leider wurden durch den Forststraßenbauboom der vergangenen Jahre alte Pfade durchtrennt und sind nur noch schwer aufzufinden. Die Auflassung von Almgründen trägt auch zum Verfall best. Wege bei. Die Zusammenstellung eines nicht professionellen Büchleins, Heftchens zu eben diesen Touren, spukte schon länger in meinem Kopf herum. Realisiert hab ich das Ganze jedoch nie, vor allem weil ich mir gedacht hab: “Das interessiert doch eh Keinen”. Viel später als ursprünglich geplant ist das Büchlein doch erschienen und Ich war von der Resonanz positiv überrascht.

  • Warum nicht im Internet? Ich hab’ mich bewusst entschieden das Ganze in Papierform und nicht im Internet zu veröffentlichen. Nur für Leute die WIRKLICH Interesse an solchen Routen haben, ist dieses Heft gedacht. Eine Ergänzung zur "Hirschberg-Tour" in den ersten beiden Auflagen gibt es

  • Schwierigkeit der Touren: Grundsätzlich gilt: Guter Orientierungssinn, Schwindelfreiheit, Kondition, Trittsicherheit, sicherer Umgang mit Karten, ist bei FAST ALLEN hier beschriebenen Touren Pflicht. Wenn leichte Kraxel- bzw. Kletterstellen auftreten so wird das bei den Touren extra angegeben, als Maßstab gilt hier die allg. gültige UIAA-Skala. Schwierigkeiten oberhalb des II. Grades kommen nicht vor. Auch sind Aufstiege/ Querungen steiler Schrofenhänge mitunter viel gefährlicher als Kraxelstellen im I. Grad, fallen aber nicht in die UIAA-Skala. Natürlich sind die Anforderungen für die hier beschriebenen Routen unterschiedlich. Ob das jetzt die technische Seite, die Kondition oder den Orientierungssinn betrifft. Von leichteren Touren wie dem Batzenkopf oder die Hörndlwand bis zu schwierigeren Sachen wie z.B. dem Luchspfad usw. ist alles dabei!


  • Der Geheimniskrämerei oder “oder “Wie kann der nur” Faktor:Um vorneweg gleich mal den Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen: Ich fordere mit diesem Büchlein nicht dazu auf diese Wege zu markieren, Sicherungen einzubauen und einer breiten Masse zugänglich zu machen, mir wäre es nur wünschenswert, das sie nicht verfallen und/oder zuwachsen. Durch dieses Heftchen werden keine Besuchermassen auf die Wege einströmen. Teilweise sind einige Routen auch schon in früheren, nur noch antiquarisch zu erwerbenen AV-Führern zu finden.