Mittwoch, 22. Oktober 2014

Warum manche Berge "außen vor" bleiben: Beispiel Kleinkaiserl

Meine letzte Bergtour führte mich ins Herz des Wilden Kaisers, auf das Kleinkaiserl (Bildmitte), welches nur selten besucht wird. Es ist kein unbeschriebenes Blatt, kein super Geheimtipp, Beschreibungen der Anstiegswege finden sich im gedruckten  AV-Führer Kaisergebirge* ebenso wie im Internet. Und der Normalweg ist jetzt auch nicht soo schwer, allerdings muss man ihn auch wieder herunter. Warum also wird das Kleinkaiserl wohl weiter sein Schattendasein fristen?

Donnerstag, 11. September 2014

Büchlein Nr.2 ist aus! + Fotos Zwillingswand & Co

Das gedruckte Abseits Aufwärts Nr.2 Büchlein ist aus - Vielen Dank für's Interesse! 
Nachfolgend gibt es ein paar Fotos zur Zwillings-,  Breit- und Spitzwand auf der Südseite der Chiemgauer Hochplatte. Alle drei Gipfel selbst sind nur äußerst anspruchsvoll zu erreichen.  Ein Zugang ist in AA#1 beschrieben. Um die Gipfel herum wurde in letzter Zeit recht viel abgeholzt und es sind auch neue Forststraßen entstanden. Zuallererst ein Übersichtsfoto:

Sonntag, 31. August 2014

Steigsuche am Heuberg oberhalb Geitau (Mangfallgebirge)

Vor ca. 6 Jahren, als ich die Miesing Überschreitung machte, traf ich  am Ostkamm des Dürrmiesings einen einheimischer Bergsteiger,  der weglos aus dem Krottentaler Graben das Tal zwischen Steilenberg und Dürrmiesing hinaufgekommen ist (Latschenkampf/leichte Kletterei). Er erzählte mir dann auch, dass es auf der gegenüberliegenden Talseite ein paar Steigerl gäbe... Vor ein paar Monaten ist mir diese Unterhaltung wieder eingefallen und so ging es Gestern zu einer kurzen Erkundungstour. Zunächst einmal hab ich den Steig ab Mieseben über die Ostseite des Heubergs gesucht, der auch beim Landesvermessungsamt bzw. Bayern Atlas eingetragen ist.
Da das ganze Gebiet Waldweide ist, ist ein klar definierter Steig aber nicht immer auszumachen, stattdessen gibt es kreuz & quer verlaufende Kuhsteige zu Hauf, aber welcher von denen ist jetzt der in der Karte verzeichnete?  Nachher hab ich am PC festgestellt, dass ich zumindest in weiten Teilen auf dem richtigen "Weg" war. Weitergehend wollte ich die Steige auskundschaften, die mir das Satellitenbild auf der Südseite des Heubergs anzeigt. Die gibt es tatsächlich. Es sind Hirschwechsel, die aber so deutlich & ausgetreten sind, das sie hier auch als Pfade gelten können. Ich hatte dann am Kamm das seltene Glück ein Prachtexemplar mit großem Geweih dieser allgemein sehr scheuen Tiere aus nächster Nähe beobachten zu dürfen. Allerdings begann es jetzt etwas stärker zu regnen, die Südhänge sind recht steil, der Untergrund zunehmend rutschig - Also besser Umkehr. Die sicher als ausmachbaren Hirschwechsel hab ich bei OSM (OpenStreet Map) eingetragen, allerdings nicht als Weg, sondern als einfache Linien, bei der angehängten Skizze entsprechen die gelben Punkte in etwa dem Wegverlauf im Bayernviewer.  http://geo.dianacht.de/topo/

Mittwoch, 25. Juni 2014

Fotovideo - Durchs östliche Hagengebirge


Eigentlich wollte ich dieses Fotovideo direkt im Blog hochladen - Klappte aber nicht, deshalb jetzt in einer Youtube Version. Das Video ist das erste was ich erstellt habe, noch dazu mit einem simplen Programm, das nicht unbedingt macht was man eingibt. Die Fotos kommen leider in zu schneller Abfolge - Ich hoffe trotzdem, das es sehenswert ist. Die vielen Murmeltiere, die es auf dieser Route gibt, waren leider alle zu schnell für die Kamera - oder ich zu wenig geduldig...

Samstag, 24. Mai 2014

Auf der Suche nach der ehemaligen Kogleralm und dem oberen Wetterloch

So schaut es aus, das obere Wetterloch unterhalb der Kasererwand im Wendelsteingebiet, das in ziemlich jeder Karte verzeichnet ist, und in das der Sage nach eine Kuh geplumst sein soll. Wenig spektakulär eigentlich, aber es geht schon ziemlich weit runter. Von oben kommt man nur äußerst mühsam zum Loch, denn es versperren dichte Latschen und Felsen den Weg. Einzig vernünftig ist der Anstieg über die verfallene Kogleralm und das Koglerkar. Nachfolgend ein paar Bilder der Tour:

Montag, 5. Mai 2014

Kreuzturm im Archtal

Letztes Wochenende hab' ich zusammen mit Freunden eine kleine Runde im nördlichen Estergebirge gedreht. Zuerst wie in Abseits-Aufwärts #1 beschrieben von Eschenlohe  auf den Zwölferkopf,  runter dann über einen spannenden, verwachsenen & tw. auch abgerutschten, also nicht ungefährlichen Steig ins mittlere Archtal und zurück nach Eschenlohe. Dabei fesselt einem immer wieder die 1349 Meter hohe Felsformation des Kreuturms. Schaut der Hauptgipfel mit großem Kreuz (Nomen est Omen) schon verschärft aus, so steht noch ein kleineres Kreuz auf einer unersteigbar scheinenden, überhängenden Felsnadel. Der Zustieg aus dem Archtal ist wohl Steilgras- und Latschengelände. Leider hab' ich bis jetzt keinerlei Schwierigkeitsangaben für das Gipfelwandl  gefunden.  Im Hintergrund der frisch überzuckerte Grat Zundereck - Archtalkopf.

Montag, 14. April 2014

Erfreuliche Neuerungen zu alten bzw. kleineren Steigen im Königsseegebiet
























  
"(...) Die Nationalparkverwaltung hat mit dem Luchspfad angefangen „alte Kulturgüter“ zu erhalten. Mit dem Oberen Hirschenlauf wurde ein weiterer alter Treibersteig erhalten. Diese neuen Seile halten bestimmt wieder über einige Jahrzehnte. Lenz Köppl hat eine Liste mit 22 Steigen angelegt, Steige der Kategorie B/C. Hierbei handelt es sich um Steige mit Kunstbauten, die nicht im offiziellen Wegenetz sind, aber erhaltenswürdig sind. Vereinsmitglieder begehen diese Steige jährlich um Seile und Haken zu überprüfen. So habe ich heuer den Jakobsteig begutachtet. Beste Orientierung bieten die umfangreichen Beschilderungstafeln an den Streifenwegen rund um den Kehlstein. Auch der neue Anmarschweg zum Landlerwald hat sich recht gut bewährt.(...) "

Entnommen aus dem Jahresbericht 2013 der DAV-Sektion Berchtesgaden. Hier ein Link zum PDF Auf den Seiten 54-56 befindet sich zudem ein interessanter Tourenbericht "Auf den Spuren der Almnomaden“  
Frühsommerbild: Blick vom Perlsteig (siehe AA#2) hinab zum Obersee.

Dienstag, 1. April 2014

Donnerstag, 23. Januar 2014

Wanderungen durch die Moore zwischen Rosenheim/ Bad Aibling und Alpenrand

Einen schönen Beitrag des BR hab' ich unlängst bei YT entdeckt:
Für Roberge.de habe ich vor längerer Zeit zwei Fahrrad- bzw. Wanderrouten in diesem Gebiet beschrieben, sie wurden dann von Reinhard Rolle noch aktualisiert, da in der Filzen, durch die Wiedervernässung der Wegezustand immer aktuellen Veränderungen unterworfen ist. Zum einen eine sumpfige, und auch etwas beschwerliche (Schiebestrecke!) Radtour ins Herz der Filzen, die hier zu finden ist, zum Anderen eine kleine Wanderrunde bei Nicklheim, die man gut mit den neugebauten Moorerlebnispfaden verbinden kann. 

Dienstag, 7. Januar 2014

Sammlung alter topographischer Karten aus Bayern

Hier jetzt eine, zugegeben unvollständige, Linkliste von alten bayr. Karten für das Abseits-Aufwärts Gebiet. Sie stammen alle ungefähr von ca. 1900 und unterscheiden sich teils erheblich voneinander, was die Anzahl der verzeichneten Steige betrifft. Für die österreichischen Gebiete hab' ich leider nichts derartiges finden können. Man beachte das Steige früher in erster Linie zu alm- und forstwirtschaftlichen Zwecken gebaut wurden, sowie für die Jagd. Sie queren deshalb auch meist die Hänge anstatt zum nächsten Gipfel zu führen.  Also - Wer wissen will wie's früher einmal in unseren Hausbergen ausgesehen hat, wer alte Almen und Steige (wieder)entdecken will, dem hilfst diese Sammlung vielleicht weiter  - Viel Spass damit...

Berchtesgadener Land:
Berchtesgaden 
Dürrnberg 
Funtensee/ Kahlersberg
Hochkalter
Hoher Göll
Reiteralm
Schellenberg
St. Bartholomae
Teufelshörner
Untersberg

Chiemgauer Alpen:
Bad Reichenhall
Bergen
Brannenburg
Dürrnbachhorn
Inzell 
Melleck
Neubeuern 
Nieder-Aschau
Oberteisendorf
Rohrdorf
Sachrang
Schleching
Sonntagshorn
Übersee
Unterwössen
Winkelmoos

Mangfallgebirge: 
Bad Tölz - Süd
Bayrischzell-Ost 
Bayrischzell-West
Fischbachau
Kreuth
Oberaudorf
Schliersee
Tegernsee
Valepp

Bayr. Voralpen West/ Estergebirge:
Eschenlohe
Hohen Peissenberg 
Jachenau 
Kochel
Walchensee
Wallgau

Karwendel: 
Karwendelspitz 
Mittenwald 
Riss
Scharnitz


Wetterstein: 
Dreithorspitz
Eibsee 
Garmisch
Zugspitz

Ammergauer: 
Ettal
Graswang/ Linderhof
Hochplatte 
Oberammergau
Unterammergau

Sonntag, 17. November 2013

Gschwandtpfeiler über dem Nebelmeer - 16. Nov. 2013

Vom Aufnahmestandort schaut er ziemlich klein aus (Bildmitte), von etwas weiter unten, vom Gschwandt, baut er sich dagegen mächtig auf  Die im Abseits Aufwärts #2 beschriebenen Anstiege verlaufen über die andere, hier nicht sichtbare Seite. Mir ist aufgefallen, das in der Steilwand gleich 2 (!) Kletterseile hängen, zumindest eines hätte man von oben kommend leicht erreicht. Warum auch immer die hängengelassen wurden.(???)..... Im Hintergrund die Chiemgauer Berge und rechts hinten die Berchtesgadener.
AKTUELLES: Im oberen Teil des Klettersteigs ist jetzt ein Kletterseil angebracht worden. 

Montag, 4. November 2013

Rezension: Teufelshorn - Holzhammer ermittelt - Ein Alpenkrimi [Fredrika Gers]

Dieses Buch hab ich im Tausch gegen mein Büchlein erhalten. Ich sollte vielleicht vorausschicken dass ich eigentlich kein großartiger Krimifan bin und es ansonsten wohl nie in die Hände bekommen hätte. Das Coverbild ist zudem auch ned so meins und hätte mich wohl eher abgeschreckt. Fällt aber fast schon unter die Kategorie "trashig" (im positiven Sinn), aber eben nur fast. Fredrika oder kurz "Ika" Gers, die auch hinter der Seite bgl-portal.de steckt,  ist passionierte Bergsteigerin  mit Faible  für unbekanntere Routen und dass wird auch in ihrem Teufelshorn-Krimi verwurschtelt, aber dazu später mehr...
Das Buch ist tatsächlich zunächst einmal ein klassischer Krimi mit Alpenkulisse: Bergunfall - Ein Toter - Polizei ermittelt. Der Fall, natürlich war es kein Unfall,  ist am Ende, wie nicht anders zu erwarten, gelöst.  Gegliedert ist der Krimi in ein paar Erzählstränge die sich jeweils um die Hauptprotagonisten drehen und bis zum Ende der Geschichte fortgeführt werden. Als da wären: Zunächst der Held des Buches, der "Bulle von Berchtesgaden" - Nein, nicht ganz, aber es geht schon in die Richtung - Hauptwachtmeister Franz Holzhammer. Ein behäbiger, bayrisch-gemütlicher Genussmensch, der's aber dann doch faustdick hinter den Ohren hat. Daneben seine Frau, ein resolutes "Ratschkatl" mit Sinn für Ehrenamt. Beide Charaktäre machen einfach Spass. Neben den Holzhammers spielt ein weiteres Paar eine tragende Rolle: Christine & Mathias. Und da kommt die Autorin selbst ins Spiel: Die Person Christine ist nämlich - wie unschwer zu erkennen ist - in weiten Teilen autobiographisch. Eine "Zuagroaste" aus Hamburg, die ins BGL zieht und zur ambitionierten Bergsportlerin wird, wie eben Frederika Gers auch. Das ist ihre ganz persönliche Geschichte im Krimi, die aber, das wäre jetzt mein Kritikpunkt, auf den Rest der Geschichte etwas zu detailverliebt und teilweise zwanghaft aufgesetzt bzw. "hingebastelt" [bayr.] erscheint. Mathias, der Lebensgefährte von Christine, ist dann ein etwas sonderbar zusammengesetzter Charakter: Banker, Buddhist und Biker. Ist das dieses neue, brave, schwarz-grüne Bürgertum? Wie auch immer, zusammen helfen sie jedenfalls dem mit Mathias verwandten Hauptwachmeister zur Lösung des Falles. Die anderen verwickelten Personen sind im Prinzip die Lokalprominenz der Gegend: Bürgermeister, Seilbahnbetreiber und Sportfunktionäre, auch die Bergwacht ist vertreten. Es geht im Großen und Ganzen - nicht weiter verwunderlich - um Interessen und Intrigen. Und irgendwie kennt natürlich Jeder - zumindest über Umwege - Jeden. Es soll hier aber nicht die ganze Story verraten werden, bis auf ein paar Hänger in der ersten Hälfte des Buches liest sich die Geschichte dann doch erstaunlich flüssig. Das Buch hat seine Stärken aber für mich besonders dann, wenn es um die Banalitäten des Alltags geht, z.B. wenn Holzhammers neues "Haustier", der Mähroboter, beschrieben wird. Ganz nebenbei erfährt man z.B. an der Figur Stranek, was die Autorin an Männern alles nicht so mag und durch das ganze Buch hindurch so allerhand über das Berchtesgadener Land - mehr vielleicht und vor allem andere Sachen als im Reiseführer.  Leider kenn' ich halt die meisten Anekdoten & G'schichteln schon, vom tückisch-mörderischen Jennersumpf bis zu den bedrohten Borkenkäfern ist wirklich alles vertreten. Aber manches war selbst mir neu. Es wird die ein oder andere Spitze gesetzt aber im Allgemeinen geht man nicht zu hart mit der neuen Heimat ins Gericht. Fazit: Wer gern auf Berge steigt und auf nicht allzu schwere bzw. böse Krimi-Kost steht, macht hier eigentlich nichts verkehrt. Erschienen im Rowohlt Taschenbuchverlag und kostet ca. 9€.


Donnerstag, 24. Oktober 2013

Wildfalle Kesselboden / Ursprungtal

Vom Tiroler Kesselboden, einem idyllischen Seitental des Ursprungstales, südlich von Bayrischzell gelegen, hört man wenig. Im schon etwas älteren AV-Führer Bayrische Voralpen Ost von Zimmermann heißt es dazu sogar:  "Das wohl einsamste Gebiet des ganzen Führers".  Das trifft aber nur teilweise zu. Sicher, außer ein paar Mountainbikern, die aus der Klooaschau zum Brunnerköpfl hinüberradln (Tiroler Seite offiziell gesperrt für Radler), oder ein paar wenigen Spaziergängern, die vielleicht bis zur Bleieralm wandern, verirrt sich kaum jemand hierher. Offiziell führt ja auch kein Weg aus dem Talgrund hinaus, außer die vorher erwähnte lange Forststraße in die Klooaschau.

Montag, 7. Oktober 2013

Impressionen und Anmerkungen zum Pfunderer Höhenweg in Südtirol

Über den Pfunderer Höhenweg in den südlichen Zillertaler Alpen, unweit des Hochfeilers, ist schon viel geschrieben worden, deshalb beschränk' ich mich hier auf ein paar nützliche Punkte, auf die sonst nicht oder nur wenig eingegangen wird. Ein Freund und ich sind ihn dieses Jahr zur Hälfte von Sterzing bis zum Brenninger Biwak gegangen und ich kann ihn nur weiterempfehlen. In den Sommermonaten ist er wohl stärker frequentiert, wir teilten ihn Mitte September nur mit drei ladinischen Bergsteigern.

Sonntag, 30. Juni 2013

Rachelschlucht und Rachelburg (Aktualisiert: 04/16)

Oberhalb von Flintsbach im Inntal lag einst die Rachelburg. Von ihr ist jedoch nicht mehr viel übrig geblieben. Daneben, etwas unterhalb,  öffnet sich die Rachelschlucht bis hinunter zum "Tunierplatz", oder "Burgau", einer ebenen Wiesenfläche unweit des alten Bauernhauses "Wagner am Berg". Eine Karte befindet sich am Ende des Beitrags. Das Gebiet eignet sich hervorragend als spannender Ausflug/ Wanderung mit Kindern, z.B. indem man über die Ruine Falkenstein aufsteigt, jedoch nicht die Straße zum Petersberg, sondern die kleineren Steige benutzt (siehe Karte) , weiter zur Rachelburg aufsteigt, und dann über Rachelschlucht (wenige Meter hineinschauen), Wagner am Berg und Wasserfall wieder nach Flintsbach zurückkehrt. Schöner Laubwald, witzige, interessante Skulpturen (Wagner am Berg), viele Bäche am Weg...
Zur Rachelschlucht, deren Durchschreitung anspruchsvoller, also nichts für Kinder, ist, eine aktuelle [Stand April 2016] Beschreibung:
Die Schlucht gliedert sich in einen unteren und einen oberen Teil. Im Mittelteil weitet sich die Schlucht etwas und ist weniger tief. Der untere Bereich kann bis zum Mittelteil durchquert werden, die als Steighilfen früher angebrachten eingekärbten 2 Stämme bei den Steilstufen sind jedoch mittlerweile vermodert und liegen am Boden . Vor ca. 2 Jahren gab es am Schluchteingang einen Felssturz. Um in die Schlucht zu gelangen, benutzt man ein Felsband auf das man ca. 4 Meter rechts neben dem Schluchteingang aufsteigt (2 Meter),  und dann nach links zum Eingang quert. Die erste & zweite Steilstufe ist ca. II+ (UIAA). Allerings sollte man bedenken, das aus dem Mittelteil nicht so einfach ausgestiegen werden kann, entweder man steigt die Steilstufen wieder ab, oder man steigt dann rechts aus der Schlucht hinaus, was ebenfalls geschätzt ein knackiger IIer inkl. viel Botanik ist . Es sind zwar nur ca. 5 Meter, aber die haben es trotzdem in sich. Der zweite, obere Teil der dunklen Schlucht kann nicht der ganzen Länge nach durchquert werden. Früher befand sich dort am oberen Ende angeblich eine Leiter.  An den Felsen am Rand der Schlucht und rechts daneben wurden ein paar Kletterrouten eingebohrt. Die eine ist mind. ein 8er, ich glaub sogar schwerer.   Jetzt ein paar Eindrücke:

Dienstag, 11. Juni 2013

Abseitig ist's mitunter nur unweit der Masse

 Wer unberührte Gebiete sucht, muss nicht mit dem Auto hunderte Kilometer zurücklegen. Oft reicht es, sich einmal eine Karte zur Hand zu nehmen und sich Gegenden einmal etwas genauer anzuschauen. Zum Beispiel die Gegend um den vielbesuchten Hirschberg am Tegernsee. Da gibt es zum Beispiel eine Alm im Söllbachtal und dann noch eine Alm mit fast dem selben Namen weiter oben. Gab es da eine Verbindung? Eine historische Karte weist einen Steig aus, dieser ist - gleich vorneweg - nur noch in Ansätzen vorhanden. Wer Zecken, unwegsames, schrofig-steiles Grasgelände (T4+ ) und vllt.die ein oder andere Kraxelstelle nicht scheut, der wird, trotz Massenandrang nebenan, fündig und trifft auf Schluchten, Kämme und ursprüngliche Natur. Ein paar Hürden sind also zu nehmen, und das Abenteuer beginnt schon quasi vor der Haustür.  Hier noch ein paar Fotos:

Freitag, 10. Mai 2013

Es grünt und grünt... Impressionen aus einem der urigsten Täler im Chiemgau

Fast schon frühsommerlich warm war's am Vatertag. Zeit, einem der abgeschiedensten und auch wildesten Täler der Chiemgauer Alpen einen Besuch abzustatten, dem Vorderen Kraxenbachtal, nicht zu verwechseln mit dem mittleren Kraxenbachtal, wo die vordere Kraxenbachalm zu finden ist, sondern noch eines weiter westlich. Es gibt einige Steige in diesem Tal, allesamt mehr oder weniger ausgesetzt, verwachsen, und teilweise auch vermurt bzw. abgerutscht, insgesamt aber mit geübten Auge noch gut auffindbar. Unweit der Adlerköpfe liegt eine versteckte Diensthütte, ein gemütlicher Rastplatz der auch im Falle eines Falles durch das große Vordach Schutz vor Regen bietet.  Jetzt aber zu den Bildern:

In den Kraxenbachtälern findet man noch ursprünglichen Bergmischwald mit viel Laubanteil, das geübte Auge erkennt den Pfad:

Samstag, 27. April 2013

Tour aus Abseits-Aufwärts #2 auf S. 51 "Kitzstein von Süden" in Bildern

Der im Büchlein beschriebene Kitzstein-Südaufstieg gehört zu den anspruchsvollsten im Büchlein. Um die Schwierigkeit der Kitzsteintour in Bilder zu fassen bzw. zu verdeutlichen hab ich hier zum oberen Teil der Route ein paar Fotos angehängt. (Auf "Weitere Informationen" klicken)
Die ungefähre Route ab der Alm, schaut sanft geneigt aus, in Wirklichkeit aber sausteil: