Freitag, 12. Juni 2020

Die manchmal für Außenstehende (auch für mich) etwas verwirrenden Frontlinien bzgl. Wald mit mehr oder weniger Wild kurz erklärt (Staats-Forst/Privat-Wald/ unterschiedliche Jagd/ Politik)

Vorneweg: a) hier geht es NICHT um das Verhältnis Wanderer vs. Jäger, das könnte man gesondert noch abhandeln b)Ich hab zwar schon eine Tendenz bei meiner Meinung zu diesen Sachen (um einen Waldumbau kommt man wohl nicht umhin) , gefestigt ist die aber nicht. Eine fundierte Beurteilung kann ich auch gar nicht geben, weil ehrlich g'sagt hab ich da auch nicht das Fachwissen zu. D.h. so richtig überzeugen konnte mich bisher keine Seite.

Auf der Einen Seite heisst verkürzt:
weniger Wild/ mehr Jagd bzw. Abschuss/ mehr aktiver Waldumbau zwecks Klima/ Borkenkäfer etc

stehen:
  • Der Staatsforst
  • Der ökologische Jagdverband, jetzt auch neu eine Organisation die sich trendy "hunting4future" nennt
  • sonstige Jäger
  • Naturschützer 
  • etliche Politiker verschiedener Parteien
  • manche Privatwaldbesitzer (???)
  • Wildbiologinnen* als argumentative Schützenhilfe
Auf der Anderen Seite, heisst verkürzt: 
Mehr Wild/ weniger Jagd bzw. Abschuss/ weniger aktiver Waldumbau

stehen:
  • "Traditionsjäger" (ich nenn sie jetzt so, weil mir nix besseres einfällt)
  • sonstige Jäger
  • manche Privatwaldbesitzer
  • Tierschützer
  • ebenfalls Politiker verschiedener Parteien
  • Wildbiologinnen* als argumentative Schützenhilfe / Verein "Wildes Bayern" (Adelige)
*Mag Zufall sein, aber ich hab tatsächlich noch nie einen Wildbiologen auftreten sehen.

Natürlich gibt es bestimmt auch Personen, die irgendwo in der Mitte von diesen beiden Polen stehen, bzw. eine Position mit Abstrichen vertreten.

Ein Vertreter der "Traditionsjäger" ist  Hubert Billiani von einem Privatgut im Vorkarwendel (Vorderriß/ Paindl) Er ist im Privatwald zugleich Förster und Jäger und mag es gerne sehr ruhig im Revier, was Zweibeiner anbelangt. Seine Verbündete in der Politik ist hier im Video  Theresa Lödermann (B90/ Die Grünen + Tierschutzbund)


Ein weiteres Video aus meiner Umgebung: Viel oder wenig Wild wird am Bsp. Hochries (Privatwald) vs. Staatsforst (Kampenwand/  Ruhpolding) im untenstehenden Video  thematisiert. Interessant: Die Staatsforsten wollen ein Wintergatter bei Aschau auflösen, die Tierschützer sind dagegen. Das Wintergatter kommt mir bekannt vor, da darf man im Winterhalbjahr nicht durch, vllt. wurde es inzwischen aufgelöst (?)


Und hier ist noch ein Werbevideo des ökol. Jagdverbandes:



Jetzt hab ich alle Seiten erstmal durch, einige Aspekte sind jetzt außen vor, aber das soll ja auch nur ein ganz grober, vereinfachter Überblick sein.